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Auto Steinbauer Tipp: So kommen Sie sicher durch den Herbst und Winter

20.10.2014

So bereiten Sie Ihren Wagen perfekt auf die kommende Jahreszeit vor:

In unserer Checkliste haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, auf die Sie und Ihre Werkstatt beim Wintercheck achten müssen:

1. Winterreifen checken (Alter, Profiltiefe, Luftdruck)
Winterreifen sollten unbedingt vor dem ersten Schneefall aufgezogen werden. Die Autofahrerclubs raten, von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren. Schon bei Temperaturen um plus 5° Grad beginnt die Gummimischung von Sommerreifen hart zu werden und an Haftung zu verlieren. Außerdem ist laut Straßenverkehrsordnung die Ausrüstung des Fahrzeuges an die Wetterverhältnisse anzupassen. Eine einfache Formel hilft, auf das Richtige zu achten: 4×4x4, d.h. 4 gleiche Reifen x mindestens 4 Millimeter Profil x maximal 4 Jahre alt.
Achtung: Wer nur mit Sommerreifen fährt, verliert im Schadensfall seinen Versicherungsschutz und bringt sich und andere in Gefahr.

Der Luftdruck bei den Winterreifen sollte mindestens 2 bar betragen. Tankstellen haben tragbare Reifendruckmessgeräte, mit denen sich der Reifendruck optimal einstellen lässt.

Bei der Lagerung der Sommerreifen sollte der Luftdruck um 0,3 bar erhöht werden. Die abgenommenen Sommerreifen am besten vor dem Einlagern auf Risse oder Schnitte überprüfen und Steinchen im Profil entfernen. Reifen sollten bei einer Lagerung ab vier Wochen aufrecht stehend auf Regalgestellen mit wenigstens 10 cm Abstand zum Fußboden gelagert werden sollten. Außerdem soll man die Reifen einmal pro Monat etwas drehen, um Verformungen zu vermeiden.

2. Wintertauglichkeit des Reserverads überprüfen

3. Scheibenreinigungsmittel nachfüllen (min. bis -25 Grad Celsius)
Um den Durchblick zu behalten, sollte man der Scheibenwaschanlage Frostschutzmittel zuführen, das bis mindestens minus 25 Grad Celsius schützt. Nach dem Einfüllen die Anlage betätigen, damit die kältefeste Mischung sofort in alle Zuleitungen gelangt.

4. Zustand der Scheibenwischerblätter überprüfen
Sind die Scheibenwischer, insbesondere die Wischblätter, in Ordnung? Funktionieren die Sprühdüsen einwandfrei, damit bei Schmierfilm auf der Scheibe die klare Sicht schnell wiederhergestellt werden kann?

5. Kühlerfrostschutzmittel checken bzw. einfüllen lassen (min. bis -25 Grad Celsius)
Der Frostschutzgehalt im Kühlwasser muss überprüft werden, was man allerdings einem Fachmann überlassen sollte. Schnell kann durch eingefrorenes Kühlwasser ein immenser Schaden entstehen, denn nicht nur der Kühler kann zerstört werden, sondern auch Wasserpumpe, Thermostat und Kühlschläuche.

6. Batteriestatus überprüfen lassen
Schon früh, also vor den ersten wirklichen Nachtfrösten, ist es sinnvoll, die Batterie zu überprüfen. Eine defekte oder entladene Batterie gehört zu den häufigsten Pannenursachen. Obwohl moderne Batterien größtenteils wartungsarm sind, sollten sie auf Extrembelastungen im Winter vorbereitet werden. Es empfiehlt sich, die Pole mit einem Tuch zu reinigen und den Säurestand von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Ältere Batterien sollte man überprüfen lassen. Nach fünf Jahren ist es meistens Zeit für eine neue Batterie.

7. Ggf. Starterkabel im Auto verstauen
Springt der Motor schon bei schwachem Frost nur sehr schwer an, ist es notwendig, die Batterie sofort überprüfen zu lassen. Andernfalls geht nach wirklich kalten Nächten womöglich gar nichts mehr. Wohl dem, der dann ein Starterkabel dabei hat und auch weiß, wie man damit umgeht. Vergewissern Sie sich vor dem Überbrücken, dass die Nennspannungen der Batterien gleich sind (zumeist 12 Volt), die Fahrzeuge einander nicht berühren und die Zündung und alle Stromverbraucher (Beleuchtung, Radio) beider Fahrzeuge abgeschaltet sind.

8. Motorölstand überprüfen, Motoröl nachfüllen bzw. wechseln
Bei extremer Kälte sollte man von Sommer- auf Wintermotoröl umsteigen. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass der Motor ohne "Rhythmusstörungen" durch den Winter kommt.

9. Komplette Beleuchtung checken
Lassen Sie sämtliche Leuchten überprüfen: Stand-, Abblend-, Fern-, Brems- und Rücklicht, ebenso die Nebelschlussleuchte. Außerdem empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung der Scheinwerfer: Bereits nach einer halben Stunde Fahrt auf verunreinigter Straße verschmutzt der Autoscheinwerfer um mehr als 60 Prozent und schluckt so das Licht.

10. Gummidichtungen schmieren, Enteisungsmittel besorgen
Durch die Kälte können Gummis bei Türschlössern und -dichtungen schnell spröde werden und brechen. Ein Fettstift kann vor dieser Gefahr schützen. Damit sich kein Wasser im Schloss ansammelt hilft ein wenig Grafit. Ein Enteisungsspray sollte parat sein, natürlich nicht im Auto!

11. Unterbodenschutz auffrischen
Auf keinen Fall schaden kann ein Blick unter das Auto. Denn salznasse Fahrbahnen und Auftaumittel können der Unterseite des Fahrzeugs kräftig zusetzen. Deshalb sollte man in der Werkstätte den Unterbodenschutz überprüfen und, wo notwendig, ausbessern lassen. Denn, wenn der Rost einmal zu nagen beginnt, werden Reparaturen teuer.

12. Eiskratzer und Handfeger ins Auto legen
Generell gehören auch ein Eiskratzer und ein Handfeger in den Wintermonaten an einen griffbereiten Ort.

13. Ggf. Schneeketten bereit halten (für Reisen, Skiausflüge, Bergfahrten)
In den Bergen ist oft auch mit Winterreifen an ein Weiterkommen nicht mehr zu denken, und es müssen Schneeketten angelegt werden. Beim Kauf der Schneeketten ist es wichtig auf Qualität zu achten. Sie sollten einfach in der Handhabung sein, langlebig und absolute Griffigkeit in allen Situationen aufweisen.

14. Verbandskasten checken, Warnweste und Pannendreieck bereit halten und Decke für den Notfall verstauen
Ein letzter Blick sollte dem Verbandskasten gelten, die so wie das Pannendreieck unbedingt mitzuführen ist: Ist alles vollständig vorhanden? Hat nichts unter den sommerlichen Temperaturen im Auto gelitten? Wenn der Inhalt in Ordnung ist, und der Verbandskasten griffbereit im Auto deponiert ist kann er Leben retten.

Auf keinen Fall vergessen: die Warnweste, die man beim Verlassen des Autos etwa um die Schneeketten anzulegen unbedingt überziehen muss, damit man von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird. Eine Decke schützt zudem vor Unterkühlung bei längeren Staus.

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